Dresden, 28. Mai 2019  – Nach über sechs Jahren Entwicklung hat die WASTX Plastic der Biofabrik Technologies GmbH nun die Marktreife erlangt. Gemeinsam mit der Umweltorganisation One Earth One Ocean e.V. konnten nun unter realen Bedingungen 300 Kilogramm Plastikmüll aus dem Meer zu Kraftstoff verarbeitet werden. Damit liefert die Biofabrik mit WASTX Plastic die erste mobile Lösung für die unmittelbare Verwertung von Plastikabfall dort, wo er gesammelt wird.

 

Plastikmüll im Meer

Jedes Jahr gelangen Millionen Tonnen Plastikabfall in die Weltmeere. Etwa 150 Mio. Tonnen befinden sich Schätzungen zufolge bereits in den Gewässern der Welt. Bis 2050 – so ein Hochrechnung der Ellen MacArthur Foundation – könne die Masse des im Meer befindlichen Plastikabfalls größer sein als die von Fisch.

Plastik in der Umwelt – schlecht für Klima und Gesundheit

Durch Reibung und Sonneneinstrahlung zersetzt sich Plastik. Dabei wird auch Methan frei – ein Gas, das das 28-fache Treibhauspotenzial von CO2 hat. Im Laufe der Zeit zerfällt das Material zu Mikroplastik. Forscher des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven konnten in Untersuchungen mit Miesmuscheln nachweisen, dass diese Partikel in die Zellen der Tiere übergehen und dort Entzündungsreaktionen hervorrufen.

Plastikmüll in den Meeren muss schnellstmöglich geborgen werden

Die oben beschriebenen Beispiele zeigen, wie dringend notwendig eine Lösung ist, mit der Plastikabfall aus den Meeren geholt werden kann. Seit Jahren arbeiten verschiedene Organisationen wie The Ocean Cleanup, Seabin, Pacific Garbage Screening und One Earth – One Ocean e.V. (OEOO) an Konzepten, die Ozeane vom Plastikmüll zu befreien. Doch wie kann der gesammelte Plastikmüll aus dem Meer sinnvoll verwertet werden?

Plastikmüll zersetzt und verändert sich

Plastikabfall baut sich erst nach mehreren hundert Jahren ab – wenn überhaupt. Dennoch lohnt sich eine nähere Betrachtung: Tatsächlich setzen recht schnell erste Zerfallsprozesse ein, sobald Kunststoffabfälle Witterungsbedingungen, Salzwasser und Sonnenlicht ausgesetzt sind. Wie oben beschrieben, konnte nachgewiesen werden, dass vor allem Polyolefine wie Polyethylen unter dem Einfluss von Sonneneinstrahlung Methan absondern.

Gleichzeitig zerfallen die Kohlenwasserstoffverbindungen. Das bedeutet, dass Plastikmüll sowohl aus dem Meer als auch beispielsweise von Deponien, wenn er eine Weile verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt war, seine Werkstoffeigenschaften verliert. Zudem haften sich verschiedene Stoffe, wie Schwermetalle, z.B. Blei an. Eine werkstoffliche Verwertung, d.h. beispielsweise die Erzeugung von Recyclaten zur Herstellung neuer Produkte, ist bei Plastikmüll aus dem Meer und auch Abfällen, die bereits einige Zeit in der Umwelt oder auf Deponien lagerten, kaum mehr möglich.

Pyrolyse zur Verwertung von Plastikmüll aus dem Meer

Bereits seit gut einhundert Jahren ist das Prinzip der Pyrolyse bekannt: Die langkettigen Kohlenwasserstoffverbindungen der Kunststoffe werden durch Erhitzen unter Ausschluss von Sauerstoff aufgebrochen. Es entstehen kurzkettige Kohlenwasserstoffverbindungen, die flüssig oder gasförmig sind.

Basierend auf dem beschrieben Verfahren hat das Dresdner Technologie-Startup Biofabrik mit der WASTX Plastic eine Pyrolyseanlage entwickelt, die erstmals dezentral und in kompakter Bauweise arbeitet. Der so entstehende Kraftstoff entspricht nach einer geringfügigen Nachbereitung den Normen von schwefelarmen Marine Dieseln. Darüber hinaus kann der Kraftstoff in Generatoren oder Turbinen in elektrische Energie umgewandelt werden.

Ein besonderer Vorteil der WASTX-Technologie im Gegensatz zu anderen Recyclingtechnologien ist, dass auch nicht sortenreine Stoffströme und verunreinigte Kunststoffabfälle rohstofflich verwertet werden können. Das prädestiniert WASTX Plastic, mit den besonderen Anforderungen, die Plastikmüll aus dem Meer  an ein Recyclingsystem stellt, umzugehen. Das wurde in einem Dauertest mit Plastikmüll aus dem Meer bewiesen.

WASTX Plastic bewältigt Dauertest erfolgreich

In Zusammenarbeit  mit der Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. (OEOO) hat Biofabrik bereits im Juni 2018 erstmals erfolgreiche Tests zur Verölung von Plastikmüll aus dem Meer durchgeführt. Nun wurden von OEOO weitere 300 Kilogramm Plastikmüll aus dem Meer geliefert, der im Dauerbetrieb mit der WASTX Plastic erfolgreich verarbeitet wurde. Die gesammelten Kunststoffabfälle stellen dabei einen guten Querschnitt dessen dar, was die Organisation beispielsweise mit ihrer Seekuh aus den Gewässern birgt: Polyethylen von hoher und niedriger Dichte (HDPE, LDPE), Polyproylen (PP), meist in Form von Verbundstoffen, die auch verschiedene andere Kunststoffarten enthielten. Neben “üblichem” Verpackungsmaterial wurde auch ein Geisternetz, das überwiegend aus PE besteht, erfolgreich prozessiert.

Außerdem wurde erstmals auch mit Altöl getränkte Ölbindewatte PURE erfolgreich prozessiert. PURE ist eine spezielle Ölbindewatte der Firma DEUREX, die in der Lage ist, im Wasser befindliches Öl von einem Vielfachen des eigenen Gewichts zu binden. Sie kann beispielsweise bei der Reinigung von Hafenbecken oder ölverseuchten Küstenabschnitten nach Ölkatastrophen eingesetzt werden.

Mit dem erfolgreichen Dauertest konnte sich die WASTX Plastic als weltweit erste dezentrale und profitable Lösung für die Verwertung von Plastikmüll aus dem Meer beweisen. “Wir sind stolz, mit unserer Lösung nach über sechs Jahren Entwicklung nun an diesem Punkt angekommen zu sein, an dem wir in die Serienfertigung gehen können. Unser Ziel war es, eine profitable Lösung für das Plastikmüll-Problem zu entwickeln, die dezentral eingesetzt werden kann. Nun haben wir mit dem erfolgreichen Dauertest den Beweis erbracht, dass dies möglich ist”, erklärt Oliver Riedel, Gründer und Geschäftsführer der Biofabrik-Gruppe. “Der nächste Schritt ist jetzt die Skalierung: Durch geschickte Anordnung der Reaktoren sind wir in der Lage, auf der Fläche eines Seecontainers bis zu einer Tonne Plastikmüll pro Tag zu verarbeiten. Bis zu sechs unserer WASTX Plastic-Module passen in einen mobilen Seecontainer und lassen sich so genau dort betreiben, wo der Plastikabfall anfällt. Unser Ziel ist es, für Müllpicker ein Entlohnungsmodell zu etablieren. Aktuell sammeln und sortieren sie den Abfall in Ländern wie Indonesien oder Kambodscha von Hand und verdienen damit umgerechnet manchmal nur etwa 60 Cent pro Tag. Mit der WASTX Plastic wird Plastikabfall so wertvoll, dass Müllpicker ihr Einkommen vervielfachen und damit ihren Familien ein besseres Leben ermöglichen können.”

Besichtigung der WASTX Plastic im laufenden Betrieb

Die WASTX Plastic kann im laufenden Betrieb besichtigt werden. Bitte richten Sie Ihre Anfragen an presse@biofabrik.com.

 

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Dresden, 08. Mai 2019 – Nach über sechs Jahren Entwicklung hat die WASTX Plastic, eine dezentrale Kompakt-Pyrolyseanlage der Biofabrik Technologies GmbH die Marktreife erlangt. Mit der WASTX Plastic liefert die Biofabrik eine dezentrale, mobile Lösung für die direkte rohstoffliche Verwertung komplizierter Kunststoffabfälle dort, wo sie gesammelt werden.

 

Ein großer Teil des weltweiten Plastikabfalls kann nicht werkstofflich recycelt werden

Weltweit werden pro Jahr über 300 Mio. Tonnen Kunststoffabfälle produziert. Etwa 5 Mrd. Tonnen Kunststoffabfälle liegen bereits in Deponien. Das Problem: Wenn Kunststoffe über einen längeren Zeitraum Witterungsbedingungen, Strahlung etc. ausgesetzt sind, verlieren sie ihre Werkstoffeigenschaften und sind somit auch nicht mehr werkstofflich verwertbar. Hinzu kommt, dass immer mehr Verbundkunststoffe hergestellt werden, für die es ebenfalls noch keine werkstofflichen Recycling-Methoden gibt.

 

Die Lösung: Rohstoffliches Recycling mittels Pyrolyse

Bei der Pyrolyse werden die langkettige Kohlenwasserstoffverbindungen des Plastikabfalls durch den Einfluss hoher Temperaturen unter Ausschluss von Sauerstoff aufgebrochen. Es entstehen kurzkettige und damit flüssige Verbindungen. Aus dem Plastikabfall wird so ein Kraftstoff der zum Antrieb von Schiffsmotoren verwendet oder durch Generatoren oder Turbinen in elektrische Energie umgewandelt werden kann.

 

Die dezentrale Kompakt-Pyrolyse der Biofabrik erreicht die Marktreife

Nach sechs Jahren Entwicklungszeit erreicht die WASTX Plastic, eine Kompakt-Pyrolyseanlage des Dresdener Umwelttechnologie-Startups Biofabrik Technologies GmbH, nach einem erfolgreichen Dauertest die Marktreife. Die WASTX Plastic zeichnet sich durch eine äußerst kompakte und effiziente Bauweise aus. In einem Container verbaut kann die WASTX Plastic genau dort aufgestellt werden, wo der Plastikabfall entsteht.

Die wichtigsten technischen Daten:

  • Die WASTX Plastic verarbeitet pro Modul etwa 250 Kg Plastikabfall pro Tag
  • Aus einem Kilogramm Plastikabfall wird ein Liter Kraftstoff
  • Jeder Liter Kraftstoff liefert etwa 3,5 kWh elektrische Energie
  • Für die Prozessierung von einem Kilogramm Plastikabfall benötigt die WASTX Plastic etwa eine kWh Energie

 

Gemeinsame Entwicklung mit einem der ältesten Verpackungshersteller der Welt

Die Entwicklung der WASTX Plastic dauerte etwa sechs Jahre. Dabei wurden zahlreiche verschiedene Reaktorkonzepte erprobt und wieder verworfen, bis sich im Jahr 2017 der Durchbruch für einen vollautomatisierten kontinuierlichen Prozess ergab. Die größte Herausforderung bestand in der Folge im Umgang mit nicht-reinen Kunststoffen, wie sie in der Abfallwirtschaft üblich sind.

2016 beteiligte sich die Schur Star Systems GmbH an der Entwicklung der WASTX Plastic. Das Ziel war es, die Reststoffe aus der Verpackungsproduktion direkt am Produktionsstandort in Flensburg zu verwerten. Schur Star Systems lieferte fortan den Plastikabfall für die Entwicklung und Erprobung des Prototypen.

Die speziellen Eigenschaften, der zu verwertenden Kunststofffolien stellten die entwickelnden Ingenieure vor einige Herausforderungen. Letztendlich führte die Komplexität des Input-Materials zu einer hohen Robustheit der WASTX Plastic gegenüber Verunreinigungen und Verbundstoffen. Damit ist die WASTX Plastic in der Lage Kunststoffe zu verwerten, für die bisher kein stoffliches Recycling möglich war.

 

Besichtigung der WASTX Plastic im laufenden Betrieb

Die WASTX Plastic kann im laufenden Betrieb besichtigt werden. Bitte richten Sie Ihre Anfragen an presse@biofabrik.com.

 

BIOFABRIK Technologies GmbH

Die BIOFABRIK Technologies GmbH Firmengruppe mit Sitz in Dresden entwickelt und vermarktet innovative Technologien und disruptive Lösungsansätze zur nachhaltigen Bewältigung von Energie-, Ernährungs- und Abfallproblemen weltweit. Dabei will BIOFABRIK den zerstörerischen Abbau fossiler Rohstoffe verringern und setzt auf die Entwicklung profitabler und dabei möglichst klimaneutraler Geschäftsmodelle.

Der Geschäftsbereich White Refinery entwickelt die WASTX-Technologie, mit deren Hilfe Plastik- und ölhaltige Abfallstoffe vollautomatisiert einer sinnvollen stofflichen und energetischen Verwertung zugeführt werden können. Die chemischen Verbindungen der Problemstoffe werden in der dezentralen Kompaktpyrolyseanlage aufgelöst und wieder zurück in ihre flüssige Form überführt – es bleibt ein dieselähnlicher Energieträger. Aus einem Kilo Plastik wird mit der Technologie ca. ein Liter Kraftstoff und somit bis zu 10 Kilowattstunden Energie. Mit der WASTX-Technologie existiert somit erstmals ein umfassendes System zur ganzheitlichen und nachhaltigen Aufbereitung sowie der dezentralen Energie- und Wärmeversorgung aus Kraftstoff, gewonnen aus Plastikabfällen oder Altöl. Die WASTX-Kompaktpyrolyse-Anlagen können direkt dort betrieben werden, wo der Müll anfällt – in Industrieanlagen, Häfen und Gemeinden überall auf der Welt.

 

 

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Hoyerswerda, 21. Januar 2019  – Eine kompakte Maschine, die aus Altölen oder verunreinigtem Diesel und Heizöl wieder Kraftstoff herstellt, mit dem sich Fahrzeuge betanken oder Strom erzeugen lassen, klingt auf den ersten Blick eher nach Science Fiction. Doch das Unternehmen BIOFABRIK Technologies aus Sachsen bietet mit WASTX Oil genau so eine  dezentrale Aufbereitungslösung an. Über ein attraktives Partnermodell können Entsorger aus Gasölabfällen Diesel gemäß DIN EN 590 herstellen. In einem Pilotprojekt der BIOFABRIK betankt eine Spedition in Hoyerswerda inzwischen täglich ihren Fuhrpark mit Kraftstoff, der von einer WASTX Oil aus Mineralölabfällen gewonnen wird. Für den chinesischen Markt wurde außerdem eine Kooperation mit dem Institute of New Technology Wuhan (INEW) geschlossen und dort bereits eine WASTX Oil-Anlage in Betrieb genommen.

Weltweit werden täglich 80 Millionen Barrel Rohöl verbraucht – Tendenz steigend. Etwa die Hälfte (45%) davon fließt in den Bereich Transport und Logistik, wird also als Treib- und Schmierstoff für den Betrieb von Verbrennungsmotoren genutzt. Dabei fallen große Mengen von Altöl an – pro Jahr geschätzt 25 Millionen Tonnen. Nur ein Bruchteil der Menge wird wiederverwertet, der Großteil wird verbrannt, deponiert oder landet schlimmstenfalls in der Umwelt, wo er Böden und Gewässer verseucht. Dabei kann Altöl mit speziellen Raffinerie-Verfahren wiederaufbereitet und bestehenden Stoffkreisläufen zur erneuten Nutzung zugeführt werden. Denn in jedem verschmutzten Liter Diesel oder Heizöl stecken mehr als 90 Prozent wiederverwertbarer Kraftstoff.

Das WASTX Oil Partnermodell – Dezentrale Wiederaufbereitung von Altölen

In Industrienationen wie Deutschland wird Altöl heute zu ca. 80 Prozent wiederverwertet. Altöle gelten als Sonderabfall, für dessen fachgerechte Entsorgung es strenge Richtlinien gibt. Entsorger und Sammelstellen erzielen dafür aber nur sehr geringe Margen. Umso attraktiver ist deshalb das Partnermodell von BIOFABRIK: Partner wie Entsorger, Sammelstellen oder Kommunen betreiben eine individuell dimensionierte, kompakte WASTX Oil-Anlage mit der Grundfläche von etwa zwei Europlatten, mit der sie die bei ihnen anfallenden  Altöle direkt vor Ort in Kraftstoff aufreinigen. Die WASTX-Oil-Technologie basiert dabei auf einem speziell von BIOFABRIK entwickelten Verfahren.

Der Ausgangsstoff wird in einem patentierten Verfahren destilliert. Dabei sorgt ein spezielles Energieeintragssystem im Hauptreaktor für die Erhitzung des Rohstoffes innerhalb weniger Millisekunden. Diese schnelle und trotzdem sehr schonende Verfahrensweise trennt wirksam die Störstoffe ab und überführt die Ölfraktion sehr effizient in die Gasphase.

Anschließend wird die Gasphase in einem bisher der Schwerölindustrie vorbehaltenen Spezialrektifikationverfahren in vordefinierte und kontrollierte Fraktionen von Schwer- bis Leichtsiedern getrennt. So entstehen verschiedene Destillatqualitäten. Motortaugliche Kraftstoffe werden ausgeschleust, unsaubere Fraktionen wiederholen den Prozess, bis auch sie vollständig in nutzbare und Abfallbestandteile aufgetrennt sind.

Die WASTX OIl-Anlagen laufen vollautomatisch – auf Wunsch auch energieautark – im 24/7-Modus und produzieren pro Einheit bis zu 2.000 Liter Kraftstoff aus verschmutzten Gasölen pro Tag. Bei optionaler Eigenstromversorgung über den eingebauten Generator verbraucht eine WASTX Oil nur einen Bruchteil des entstehenden Kraftstoffs selbst. Die im Reinigungsprozess abgetrennten Reststoffe (ca. 10%) können herkömmlich entsorgt werden. Je nach Menge des angelieferten Altöls kann die Zahl der Anlageneinheiten skaliert werden. Der aus Gasölrückständen produzierte Kraftstoff entspricht der DIN EN 590 für Diesel. Aus einem Sonderabfall wird so ein marktfähigen Produkt, das um ein vielfaches wertvoller ist und unkompliziert gehandelt werden kann.

 

Spediteur in Hoyerswerda betankt seinen Fuhrpark mit regionalem Recycling-Diesel

Beim konkreten Anwendungsbeispiel bereitet eine WASTX Oil-Anlage derzeit täglich lokal in und um Hoyerswerda gesammelten verschmutzten Diesel oder Heizöl zu Kraftstoff auf. Das Speditionsunternehmen Bresan GbR Transporte und Baustoffe, eine lokale Spedition mit 40-Tonnen-Sattelschleppern, tankt wöchentlich bereits ein Viertel ihres Fuhrparks mit den etwa 5.000 Liter Kraftstoff aus Gasölabfällen zu einem Preis, der immer deutlich unter dem aktuellen Marktpreis an der Tankstelle liegt.

So entsteht eine klare Win-Win-Win-Situation für alle Seiten: Der Entsorger bekommt deutlich mehr für seine aufbereiteten Mineralölabfälle als früher, als diese als Sonderabfall deklariert wurden. Der Abnehmer wiederum spart Kosten für Treibstoff ein. Das sind im Fall einer Spedition oder eines Busunternehmens schnell fünfstellige Summen pro Monat.

Dazu kommen noch die Transportkosten, die der Entsorger durch die dezentrale Aufbereitung mit der WASTX Oil-Anlage einspart, während er das Altöl früher aufwändig in eine zentrale Aufbereitungs- bzw. Verwertungsanlage wie z.B. eine Großrafinerie bringen musste. So kann bis zu 93 Prozent transportbedingtes CO2 eingespart werden. Das Geschäftsmodell ist nicht nur für klassische Entsorger interessant, sondern auch für Kunden wie Fluggesellschaften, Häfen oder Kommunen.

WASTX Oil ist damit die erste dezentrale und energieautarke Kompaktraffinerie für ölhaltige Abfälle – schlüsselfertig einsatzfähig an jedem beliebigen Standort weltweit.

 

Kooperation mit dem Institute of New Technology Wuhan (INEW), China

Für den chinesischen Markt konnte eine Vertriebspartnerschaft mit dem Institute of New Energy Wuhan (INEW) geschlossen werden. Das INEW hat zu diesem Zweck eine eigene WASTX Oil-Anlage erworben, die kürzlich in Betrieb genommen wurde. Sie wird im Rahmen der Zusammenarbeit vor allem als Vorführanlage für den chinesischen Markt dienen.

“Mit der WASTX Oil können wir weltweit die erste dezentrale, vollautomatische Komplettlösung zur nachhaltigen Verwertung ölhaltiger Abfälle liefern”, erklärt Oliver Riedel, Gründer und Geschäftsführer der BIOFABRIK Firmengruppe. “Besonders Länder, in denen auf der einen Seite Energie gar nicht oder nur sporadisch und zu hohen Preisen verfügbar ist, die aber auf der anderen Seite große Probleme mit der Entsorgung ihres Altöls haben, profitieren von unserer Technologie. Aus einem nahezu wertlosen Problemstoff wird so ein handelbarer Wertstoff. Dabei reicht die Energie einer Tagesproduktion der WASTX Oil aus für die vollständige Versorgung von 2.000 Menschen rund um die Uhr mit sicherer Energie aus einem bisherigen Sonderabfall.”

 

BIOFABRIK Technologies GmbH

Die BIOFABRIK Technologies GmbH Firmengruppe mit Sitz in Dresden entwickelt und vermarktet innovative Technologien und disruptive Lösungsansätze zur nachhaltigen Bewältigung von Energie-, Ernährungs- und Abfallproblemen weltweit. Dabei will BIOFABRIK den zerstörerischen Abbau fossiler Rohstoffe verringern und setzt auf die Entwicklung profitabler und dabei möglichst klimaneutraler Geschäftsmodelle.

Der Geschäftsbereich White Refinery entwickelt die WASTX-Technologie, mit deren Hilfe Plastik- und ölhaltige Abfallstoffe vollautomatisiert einer sinnvollen stofflichen und energetischen Verwertung zugeführt werden können. Die chemischen Verbindungen der Problemstoffe werden in der dezentralen Kompaktpyrolyseanlage aufgelöst und wieder zurück in ihre flüssige Form überführt – es bleibt ein dieselähnlicher Energieträger. Aus einem Kilo Plastik wird mit der Technologie ca. ein Liter Kraftstoff und somit bis zu 10 Kilowattstunden Energie. Mit der WASTX-Technologie existiert somit erstmals ein umfassendes System zur ganzheitlichen und nachhaltigen Aufbereitung sowie der dezentralen Energie- und Wärmeversorgung aus Kraftstoff, gewonnen aus Plastikabfällen oder Altöl. Die WASTX-Kompaktpyrolyse-Anlagen können direkt dort betrieben werden, wo der Müll anfällt – in Industrieanlagen, Häfen und Gemeinden überall auf der Welt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.biofabrik.com.

 

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Oil Waste to Energy – Nachhaltige und dezentrale Aufbereitung von Altöl:

Altöl ist eines der größten globalen Umweltprobleme – BIOFABRIK bietet mit WASTX Oil eine dezentrale Lösung

Dresden, 18. September 2018 – Ein einziger Liter Altöl verseucht laut American Petroleum Institute bis zu eine Million Liter Trinkwasser. Das ist ein Wasserwürfel mit 10 Metern Kantenlänge! Weltweit fallen pro Jahr etwa 25 Millionen Tonnen Altöl an, bis zu 95 Prozent davon werden verbrannt, deponiert oder landen in der Natur¹. Könnte man die Energie des jährlich anfallenden Altöls nutzen, ließen sich die 85 energetisch schwächsten Länder der Welt dauerhaft, stabil und preiswert mit Energie versorgen². Das Unternehmen BIOFABRIK Technologies aus Dresden bietet nun eine dezentrale Lösung an, die genau dieses Problem zu lösen verspricht.

Altöl ist weltweit ein Abfallprodukt, das in enormen Mengen anfällt und meist nicht wiederverwertet, sondern in den meisten Ländern bestenfalls umweltgerecht entsorgt – sprich: verbrannt – wird. Weltweit entstehen pro Jahr geschätzt 25 Millionen Tonnen Altöl. Das entspricht einer Kette von einer Million aneinander gereihter Sattelzüge mit einer Länge von 23.000 Kilometern – einer Strecke, länger als vom Nord- zum Südpol.

Gleichzeitig beziffert das American Petroleum Institute die Menge Wasser, die durch einen einzigen Liter Altöl verseucht wird, auf eine Million Liter. Würde man also unterstellen, dass zwei Drittel des weltweit anfallenden Altöls ordnungsgemäß entsorgt würden und nur ein Drittel in die Natur und den Wasserkreislauf gelangen – eine mehr als optimistische Schätzung – würden immer noch ca. acht Milliarden Tonnen Wasser pro Jahr dauerhaft kontaminiert. Das entspricht in etwa der Menge Trinkwasser, welche die Weltbevölkerung pro Jahr verbraucht!

Während in Industrienationen wie Deutschland strenge Richtlinien für die Entsorgung dieser Gefahrstoffe existieren, stellen sie im weitaus größten Teil der Welt ein bislang ungelöstes Problem dar. Beispiel Philippinen: dort fallen jährlich 240 Millionen Liter Altöl an, wovon zwar ein Großteil verbrannt wird, aber oft wird Altöl dort illegal ins Erdreich oder in Gewässer gekippt und landet so im Grundwasser, in Flüssen und im Meer, was ganze Ökosysteme zerstört und schließlich auch in der Nahrungskette des Menschen landet. Ohne zu dramatisieren, lässt sich das Beispiel der Philippinen wohl auf die meisten Entwicklungs- und Schwellenländer weltweit übertragen. Auch in Deutschland entstehen im Jahr etwa 500.000 Tonnen Altöl sowie ein Vielfaches an verschmutzten Kraftstoffen, Schmierstoffen und Ölindustrieabfällen, die bisher meist verbrannt werden.

Dabei wäre Altöl ein wertvoller Rohstoff, wenn sich die in ihm enthaltene Energie erneut nutzen ließe. In jedem Liter Altöl, verschmutztem Diesel oder Heizöl stecken mehr als 90 Prozent wiederverwertbarer Kraftstoff. Mit der globalen Menge an Altöl pro Jahr könnten die 85 energieärmsten Länder weltweit dauerhaft stabil und preiswert mit Energie versorgt werden, was unmittelbar positive Auswirkungen auf deren Industrie und somit den Wohlstand der Bevölkerung hätte.

 

WASTX Oil – Neuer Weg für altes Öl

Mit der WASTX Flash-Technologie hat die BIOFABRIK nun eine Lösung für die Verarbeitung von flüssigen ölhaltigen Reststoffen wie Altöl, verschmutzem Diesel, Heizöl oder Schifffahrtsölen entwickelt, womit sich nicht nur eines der größten Umweltprobleme nachhaltig lösen ließe, sondern sich auch Einkommensquellen für viele Menschen erschließen lassen. Aus einem lästigen Abfallprodukt wird so ein Wertstoff für Industrie und Kommunen.

Eine WASTX Oil-Anlage in der Größe eines großen Kleiderschranks kann bis zu 1.000 Liter Ölabfälle pro Tag verarbeiten. In einem einzigartigen Verfahren werden verschmutzte Kraftstoffe automatisch aufgereinigt, kondensiert und somit innerhalb weniger Minuten wieder in nutzbaren Kraftstoff verwandelt. Dabei werden Standardverfahren der Rohölraffination mit vollkommen neuen Destillations- und so genannten Cold-Cracking-Technologien kombiniert. Im Ergebnis entsteht die erste dezentrale und energieautarke Kompaktraffinerie für ölhaltige Abfälle – schlüsselfertig einsatzfähig an jedem Ort der Welt.

Für die Umwandlung des Altöls in Kraftstoff benötigt die WASTX Oil nur einen Bruchteil des entstehenden Kraftstoffs selbst. Dadurch wird der Betrieb mit einem Wirkungsgrad von > 75% hochrentabel und skalierbar. Bei höherem Bedarf können die Anlagen einfach in Reihe geschaltet werden. Bei der Produktion entsteht Basiskraftstoff, der in herkömmlichen Verbrennungsmotoren und Generatoren verwendet werden kann. Die abgetrennten Reststoffe (ca. 10%) können herkömmlich entsorgt werden. Die kompakte Bauweise und ein attraktiver Preis ermöglichen den Einsatz der Anlagen an jedem beliebigen Standort – ob Dorf, Entsorger oder Hochseeschiff.

“Mit der WASTX Oil können wir weltweit die erste dezentrale, vollautomatische Komplettlösung zur nachhaltigen Verwertung ölhaltiger Abfälle liefern”, erklärt Oliver Riedel, Gründer und Geschäftsführer der BIOFABRIK Firmengruppe. “Besonders Länder, in denen auf der einen Seite Energie gar nicht oder nur sporadisch und zu hohen Preisen verfügbar ist, die aber auf der anderen Seite große Probleme mit der Entsorgung ihres Altöls haben, profitieren von unserer Technologie. Aus einem Problemstoff wird ein Wertstoff, der den Menschen Einkommen und damit einen höheren Lebensstandard sichert. Dabei reicht die Energie einer Tagesproduktion der WASTX Oil aus für die vollständige Versorgung von 1.000 Menschen rund um die Uhr mit sicherer und klimaneutraler Energie aus einem bisherigen Problemstoff.”

 

BIOFABRIK Technologies GmbH

Die BIOFABRIK Technologies GmbH Firmengruppe mit Sitz in Dresden entwickelt und vermarktet innovative Technologien und disruptive Lösungsansätze zur nachhaltigen Bewältigung von Energie-, Ernährungs- und Abfallproblemen weltweit. Dabei will BIOFABRIK den zerstörerischen Abbau fossiler Rohstoffe verringern und setzt auf die Entwicklung profitabler und dabei möglichst klimaneutraler Geschäftsmodelle.

Der Geschäftsbereich White Refinery entwickelt die WASTX-Technologie, mit deren Hilfe Plastik- und ölhaltige Abfallstoffe vollautomatisiert einer sinnvollen stofflichen und energetischen Verwertung zugeführt werden können. Die chemischen Verbindungen der Problemstoffe werden in der dezentralen Kompaktpyrolyseanlage aufgelöst und wieder zurück in ihre flüssige Form überführt – es bleibt ein dieselähnlicher Energieträger. Aus einem Kilo Plastik wird mit der Technologie ca. ein Liter Kraftstoff und somit bis zu 10 Kilowattstunden Energie. Mit der WASTX-Technologie existiert somit erstmals ein umfassendes System zur ganzheitlichen und nachhaltigen Aufbereitung sowie der dezentralen Energie- und Wärmeversorgung aus Kraftstoff, gewonnen aus Plastikabfällen oder Altöl. Die WASTX-Kompaktpyrolyse-Anlagen können direkt dort betrieben werden, wo der Müll anfällt – in Industrieanlagen, Häfen und Gemeinden überall auf der Welt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.biofabrik.com. 

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Quellen:

¹ Studie des Department of Energy, bezogen auf die Philippinen
² CIA Factbook 2017