Hilf uns helfen: Kostenloser Strom aus Plastikabfall für das größte Flüchtlingslager der Welt

Mit eurer Hilfe möchten wir gemeinsam mit der Hilfsorganisation Practical Action eine WASTX Plastic für das größte Flüchtlingscamp der Welt bereitstellen. Damit lösen wir zwei essentielle Probleme für mehr als 700.000 Rohingya in Kutupalong: Wir schaffen eine Verwertungsstruktur für den anfallenden Plastikabfall und erzeugen dringend benötigte saubere Energie.

Ich möchte helfen.


Bereits seit vielen Jahrzehnten sind die Rohingya Opfer systematischer Verfolgung in ihrem Heimatland Myanmar. Immer wieder gipfelte die Unterdrückung in radikale militärische Aktionen gegen die muslimische Minderheit. So suchten bereits in den 70er und 90er Jahren über eine halbe Million Rohingya Zuflucht im benachbarten Bangladesh.

Eskalation der Verfolgung

Vor fast genau zwei Jahren, am 25. August 2017, eskalierte die Verfolgung in einer brutalen Verfolgungswelle, die von den Vereinten Nationen als “ethnischen Säuberung” bezeichnet wurde. Innerhalb weniger Tage kam es zu einer unvorstellbaren Massenflucht: In nur zwei Monaten waren über 600.000 Rohingyas nach Bangladesh geflohen.

November 2017: Noch immer überquerten jede Minute etwa 10 Rohingya die Grenze zu Bangladesh, um sich vor der Verfolgung in Sicherheit zu bringen.

In Kutupalong entsteht das größte Flüchtlingslager der Welt

Binnen weniger Tage wurde das Lager in Kutupalong zum größten Flüchtlingscamp der Welt. Zeitweise lebten hier mehr als eine Million Menschen. Aktuell zählt das Camp noch immer mehr als 720.000 Bewohner – so viele wie Frankfurt am Main. Wem die Bevölkerungsdichte der deutschen Finanzmetropole bereits sehr hoch vorkommt, dem seien folgende Zahlen vor Augen geführt: Frankfurt am Main erstreckt sich über eine Fläche von 248 km2, das Flüchtlingscamp Kutapalong über gerade einmal 18 km2.

Hilfsgüter sichern das Überleben sorgen aber auch für eine Menge Plastikabfall

Da die Rohingya in Bangladesh bis heute nicht arbeiten dürfen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, sind sie nach wie vor auf die Essensrationen der Vereinten Nationen angewiesen. Eine siebenköpfige Familie beispielsweise erhält alle zwei Wochen 25 Kg Reis, 7 Kg Linsen und 2 Liter Öl.

Die Hilfslieferungen sichern den Rohingya in Kutupalong das Überleben, bringen aber auch eine immense Herausforderung mit sich: Plastikabfall. Bei fast einer dreiviertel Million Menschen ergeben sich immense Mengen Plastikabfall nur aus den Verpackungen der Hilfsgüter.

Plastikmüll und andere Abfälle werden durch den Monsunregen im Camp zu einer unkontrollierbaren Herausforderung und einer Gefahr für die Gesundheit der über 700.000 Rohingya.

Elektrische Energie wird dringend benötigt

Gleichzeitig gibt es im Camp keine flächendeckende Energieversorgung für die medizinische Versorgung, um für Licht zu sorgen oder Wärme in den Hütten der Flüchtlinge zu erzeugen. Da auch Brennholz nur unzureichend verfügbar ist, verbrennen die Rohingya den Plastikmüll und nehmen die stinkenden und giftigen Dämpfe in Kauf, um sich für wenige Minuten aufwärmen zu können.

Für jedes Kilogramm Plastikabfall ein Liter Kraftstoff

Mit unserer WASTX Plastic möchte wir hier einen Beitrag leisten, in dem der Plastikabfall direkt vor Ort verwertet und zu sauberer Energie umgewandelt werden kann.

Aktuell liefern kleine Generatoren Energie für die Bewohner. Allerdings ist der dafür benötigte Kraftstoff eine knappe Ressource und oftmals nicht vorhanden. Ziel unseres Projektes ist es, ein einfaches Pfandsystem zu etablieren: Für jedes gesammelte Kilogramm Plastikabfall erhalten die Bewohner direkt einen Liter Kraftstoff. 

Starke Partner vor Ort

Da wir so ein Projekt als junges Startup nicht alleine umsetzen können, haben wir uns mit Practical Action einen erfahrenen Partner gesucht. Die Hilfsorganisation leistet bereits seit dem Aufbau des Flüchtlingslager Hilfe vor Ort und wird den Betrieb der Anlage betreuen, den technischen Support liefern und das oben beschriebene Pfandsystem koordinieren.

Eure Spende zählt!

Mit eurer Hilfe können wir einen essentiellen Beitrag für die Gesundheit und das Leben der Rohingya in Kutupalong leisten. 

Die Projektsumme beträgt 250.000 € und umfasst alle Schritte von der Fertigung bis zur Inbetriebnahme vor Ort:

  • WASTX Plastic
    • Pyrolyse-Reaktor
    • Kühlsystem
    • Mehrstufiges Kondensation
    • Filter und Produktaustrag
    • Seperator und Reststoffaustrag
    • Notfackel
    • Fernwartungssystem
  • High Cube Open Side Container
  • Schneidmühle
  • Tagespuffer und Transportsystem
  • Gasmotor zur Nutzung der Gasphase für den energieautarken Betrieb der Anlage
  • Frachtkosten für die Überführung nach Bangladesh
  • Reise- und Personalkosten für die zweiwöchige Inbetriebnahme und Schulung vor Ort
Ich möchte helfen.

Weitere Informationen zum Rohingya-Flüchtlingscamp in Kutupalong findet ihr hier: